Blasenschwäche

Frau mit Blasenschwäche

Bei einer Blasenschwäche kann der Betroffene nicht mehr selbst seinen Harn Abgang kontrollieren. Es kommt zu nicht gewolltem Harnverlust! Weit verbreitet ist auch der Begriff Inkontinenz, der eine Blasenschwäche im Fach Jargon bezeichnet.

Drei Hauptformen der Blasenschwäche sind am meisten verbreitet:
-Stressinkontinenz
-Dranginkontinenz
-Mischinkontinenz (Stressinkontinenz und Dranginkontinenz vermischt)

Gerade bei der Diagnostik gilt es für den Mediziner, zuerst einmal die richtige Form der Blasenschwäche festzustellen. Nur so kann er auch den richtigen Therapie Weg mit dem Betroffenen zusammen einschlagen.

Stressinkontinenz

Die Stressinkontinenz führt immer zu einem nicht kontrollierbaren Urinverlust, wenn sich der Bauchraum Druck erhöht. Gerade bei körperlicher Belastung, Niesen oder Lachen kann der Betroffene Urin verlieren. Meist sind es nur wenige Urin Tropfen, doch es gibt auch Betroffene, die ihren Urin Lauf nicht mehr kontrollieren können.

Die Dranginkontinenz

Bei der Dranginkontinenz werden Betroffene förmlich von ihrem eigenen Harndrang überfallen. Der rechtzeitige Gang zur Toilette ist für viele Betroffene nicht mehr möglich.

Die Mischinkontinenz

Bei der Mischinkontinenz leiden Betroffene unter beiden Symptomen der vorangegangen Inkontinenz Formen.

Funktionen der Harnblase

Zwei Funktionen in der Harnblase sind verantwortlich für einen geregelten Harn Abfluss.
Zum einen muss die Harnblase den Urin über eine gewisse Zeit lagern. Ein entspannter Blasenmuskel sorgt für die Ausdehnung der Blase und der Urin kann gespeichert werden. Auch der Schließmuskel spiele eine wichtige Rolle, denn er verhindert das frühzeitige urinieren, ohne jegliche Kontrolle.

Die zweite Hauptaufgabe der Harnblase ist, dass sie sich zum selbst gewählten Zeitpunkt entleert.
Bei einer Blasenschwäche ist das System zwischen Gehirn, Rückenmark, beteiligte Muskeln und Nerven gestört. So kommt es zum unkontrollierten Harnabgang.

Blasenschwäche bei Frauen

Leider sind weitaus mehr Frauen von einer Blasenschwäche betroffen, als Männer. Durch ein breiteres Becken und schwache Beckenbodenmuskeln können viele Frauen die Blase nicht selbst kontrollieren. Auch Entbindungen und Schwangerschaften lassen den Beckenboden der Frau leider häufig etwas abschwächen. Die meisten betroffenen Frauen mit einer Blasenschwäche bemerken erste Symptome nach einer Schwangerschaft. Gerade in diesem Fall muss ein Beckenbodentraining sein, um die weibliche Muskulatur wieder zu fördern.
Aber auch zahlreiche Verletzungen des weiblichen Beckens können den weiblichen Beckenboden leider schädigen. Viele Frauen in den Wechseljahren leiden auch unter einer Blasenschwäche, die aufgrund der hormonellen Veränderungen leider begünstigt wird.

Prävention zur Blasenschwäche

Die richtige Prävention kann schon einer Blasenschwäche von vornerein den Kampf ansagen. Man sollte nie zu häufig zur Toilette gehen, denn die Harnblase soll den Urin ja sammeln und speichern. Also erst auf Toilette gehen, wenn auch Druck spürbar ist. Natürlich sollte niemand unnötig seinen Urin einhalten. Durch eine ständige Überdehnung der Harnblase kann auch eine Blasenschwäche hervorgerufen werden.

Ärztliche Untersuchungen bei einer Blasenschwäche

Die ärztliche Untersuchung bei Betroffenen mit Blasenschwäche kann einen verschiedenen verlauf haben. Zu allererst wird der behandelnde Arzt eine ausführliche Anamnese durchführen, um schon die richtige Form der Blasenschwäche zu erkennen. Hilfreich könnte hierfür ein Miktionsprotokoll sein. Schreiben sie bereits vor ihrem Arzt Besuch auf wie häufig sie zur Toilette gehen und auch ihre persönliche Trinkmenge. Auch die Frage nach den Medikamenten sollte ganz genau beantwortet werden, da einige Medikamente auch als Nebenwirkung eine Blasenschwäche hervorrufen können. Auch wenn Betroffene mit einer Blasenschwäche häufig von einem Schamgefühl begleitet werden, ist die körperliche Untersuchung vom Arzt nicht zu vermeiden.

Das Beckenbodentraining kann helfen

Betroffene mit einer Blasenschwäche werden um ein gezieltes Beckenboden Training nicht drum herum kommen. Mit den Übungen können auch Betroffene mit einer Blasenschwäche selbst ihre Blase wieder stärken. Ihr Arzt wird ihnen auch eine medikamentöse Therapie anbieten. Der Letzte Weg sollte immer die Operation sein. Auch viele pflanzliche mittel gibt es mittlerweile gegen die Blasenschwäche. Auch das Blasentraining gehört zu einem festen Bestandteil der Therapie.

Bild: © Depositphotos.com / absolutimages

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