Woran kann die nahende Geburt erkannt werden?

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Gerade beim ersten Kind wird die Schwangerschaft mit vielen Fragen begleitet. Diese drehen sich um die neun Monate, aber ebenso häufig um die Geburt. Durch die Erzählungen, die von den Müttern, Bekannten oder Verwandten aufgeschnappt werden, kann es dazu kommen, dass die werdenden Mütter ein ungutes Gefühl bekommen, wenn sie an die Geburt des Kindes denken. Vor allem um die Wehen wird kein Geheimnis gemacht.

Ab wann kann die nahende Geburt gespürt werden?

Die ersten Anzeichen, die mit der kommenden Geburt des Kindes in Zusammenhang stehen, können nicht gespürt, sondern vielmehr gesehen werden. Etwa vier Wochen vor der Geburt beginnt sich der Bauch zu senken. Dadurch rutscht das Kind immer weiter in die endgültige Geburtsposition. Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig, dass das Kind die richtige Lage mit dem Kopf nach unten eingenommen hat. Beim Senken des Bauches wird dieser hart, was teilweise mit einem Ziehen im Rücken verbunden sein kann. Ist das Kind in der so genannten Steißlage, senkt sich der Bauch nicht ab, da das Ungeborene nicht nach unten in das Becken rutscht.

Welche weiteren erkennbaren Zeichen gibt es?

Ebenfalls gesehen, jedoch nicht gespürt werden, kann der Abgang des Schleimpfropfens. Dieser verschließt die Gebärmutter und verhindert über die gesamte Schwangerschaft das Eindringen von Keimen und Bakterien. Einigen Tage vor der Geburt, meist zwischen zwei und zehn Tage vorher, geht der Schleimpfropfen ab. Dieser Vorgang wird als Zeichnen beschrieben. Dies geschieht sobald sich der Muttermund zu öffnen beginnt. Wann dies der Fall ist, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Da es im Laufe der Schwangerschaft immer wieder zu leichten Schleimbildungen kommen kann, wird das Zeichnen oftmals nicht bemerkt. Der Schleimpfropfen kann als weißliche Flüssigkeit beschrieben werden. Teilweise hat dieser eine leicht rosa oder rötliche Färbung.

Blasensprung – die Geburt ist angekündigt

Spätestens beim Vorbereitungskurs zur Geburt wird über den Blasensprung gesprochen. Dieser ist ein wichtiger Bestandteil der Geburt. Der Abgang der Flüssigkeit kann sehr unerwartet passieren und muss mit keinerlei Schmerzen verbunden sein. Es ist von Frau zu Frau unterschiedlich, ob zu diesem Zeitpunkt bereits Wehen bestehen oder erst nach dem Blasensprung ausgelöst werden. Da ab dem Moment des Blasensprungs die Geburt nicht mehr aufzuhalten ist und das Baby so oder so aus dem Körper der Mutter muss, gilt immer, dass dieser unmittelbar bis zu einem Tag vor der Geburt ist. Werdende Mütter sollten sich im Klaren darüber sein, dass bei einem Blasensprung nicht unbedingt eine große Menge Flüssigkeit austreten muss. Daher ist es wichtig, dass die Signale des Körpers beachtet werden. In einzelnen Fällen ist die Fruchtblase sehr widerstandsfähig und wird von der Hebamme im Rahmen der Geburt geöffnet. Sollte dies der Fall sein, wird die Flüssigkeit direkt in einer Schale aufgefangen.

Wehen kündigen die Geburt an

Bei den Wehen ist zu unterscheiden, ob es sich um die echten Wehen handelt oder Vorwehen, die den Körper auf die kommende Anstrengung vorbereiten. Echte Wehen hören erst wieder auf, wenn das Kind das Licht der Welt erblickt hat. Sollte man sich unsicher sein, kann mit einem warmen Bad getestet werden, ob die Geburt durch die Wehen angekündigt werden soll. Echte Wehen kommen in immer kürzeren Abständen, je näher die Geburt rückt. Die Aufgabe der Wehen ist es, dass Baby aus dem Körper zu befördern. Mit den Presswehen ergeben sich Muskelanspannungen, die das Pressen der Frau verstärken. Daher sind die Wehen am Bauch, am Rücken und dem gesamten Unterlaib zu spüren. Spätestens wenn die Wehen in einem Abstand von fünf Minuten kommen und eine Dauer von etwa 20 Sekunden haben, sollte die Fahrt ins Krankenhaus vorgenommen werden. Beim ersten Kind bieten die Hebammen an, dass sie sich durch einen Anruf vergewissern können, dass es nun soweit sein wird.

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